© Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

44 404 war bis in das Jahr 2000 betriebsf√§higAls schwere G√ľterzuglokomotive wurde von der Deutschen Reichsbahn 1925 die Einheitslokomotive Baureihe 44 entworfen und 1926 in 10 Prototypen gebaut, denen 1932 zwei weitere folgten. Die Serienfertigung der Baureihe 44 begann erst 1937, nachdem ihr Weiterbau anstelle der Zwei-Zylinder¬≠Lokomotive Baureihe 43, die parallel zur 44 entwickelt und gebaut worden war, beschlossen wurde. Die Baureihe 44 wurde dagegen als Drei-Zylinder-Lokomotive ausgebildet, wobei der dritte Zylinder im Rahmen unter der Rauchkammer angeordnet ist. Die gro√üen Leistungsreserven und ihre ausgezeichnete Laufruhe wogen den Nachteil der schwierigen Unterhaltung des im Rahmen schlecht zug√§nglichen dritten Triebwerkes mehr als auf. So verwundert es nicht, dass die letzte Dampflokomotive, die bei der Deutschen Bundesbahn in Betrieb war, der Baureihe 44 angeh√∂rte. Es handelt sich um 44 903 √Ėl, die am 26.10.1977 in Emden au√üer Dienst gestellt wurde.

Die 44 404 wurde am 26.4.1941 in Betrieb genommen und war bis Ende 1944 im Bw Kornwestheim im Dienst. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte sie zum Bw Mannheim und wurde 1958 nach Seelze umbeheimatet, wo sie bis 1965 blieb. Danach wechselte sie h√§ufiger ihren Standort und wurde in Bremen Hbf, Bremen Rbf, Ottbergen, Crailsheim und Gelsenkirchen-Bismarck eingesetzt. Im April 1975 baute das Ausbesserungswerk Braunschweig eine "Riggenbach-Gegendruckbremse" ein, damit sie als Bremslok f√ľr Versuche des Bundesbahn-Zentralamtes Minden bei der Erprobung von neuen E-Lokomotiven der Baureihen 151 und 181 eingesetzt werden konnte. Da diese Probefahrten in Bayern stattfanden, wurde die 44 404 bis Ende 1975 in Weiden/Opf. stationiert und mit Aufgabe der Dampflokunterhaltung in Weiden nach Crailsheim versetzt. Ihre letzte Heimat bei der Deutschen Bundesbahn fand sie ein halbes Jahr sp√§ter wiederum im Bw Gelsenkirchen-Bismarck, wo sie noch bis zum 18.3.1977 bei der Bef√∂rderung schwerer Kohlez√ľge im Dienst war. Anschlie√üend konnte sie mit finanzieller Unterst√ľtzung der Stadt Darmstadt f√ľr das Eisenbahnmuseum Darmstadt¬≠-Kranichstein gekauft werden.

Technische Daten

Bauart 1'E h3
H√∂chstgeschwindigkeit 80 km/h (r√ľckw√§rts nur 50 km/h)
Kuppelraddurchmesser 1400 mm
Dienstgewicht 170,8 t
L√§nge √ľber Puffer 22 620 mm
Leistung 1910 PS
Kohlenvorrat 10 t
Wasservorrat 34 m3
Dampfdruck 16 bar
Rostfläche 4,55 m2
Verdampfungsheizfläche 237,67 m2
Zylinderdurchmesser 550 mm
Steuerungsbauart Heusinger
Hersteller Henschel, Kassel
Baujahr 1941
Fabrik-Nr. 26 013