© Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

F├╝r die damalige Deutsche Wehrmacht wurden 1937 dieselhydraulische Lokomotiven entwickelt, um f├╝r Munitionsdepots usw. eine explosionssichere Lokomotive ohne offene Feuerung zur Verf├╝gung zu haben, die auch gleichzeitig f├╝r den Gesch├╝tztransport an der Front verwendet werden konnte, ohne die f├╝r den "Feind" verr├Ąterische Dampfentwicklung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele dieser Lokomotiven von der Deutschen Bundesbahn ├╝bernommen, um im Rangierdienst und leichten Streckendienst eingesetzt zu werden.

Da sich die Lokomotiven bew├Ąhrten, aber nicht gen├╝gend zur Verf├╝gung standen, lie├č die Deutsche Bundesbahn eine Serie von 18 Maschinen nachbauen, die sich von den Wehrmachtsloks nur durch einen etwas gr├Â├čeren Achsstand und andere kleine Verbesserungen unterscheiden. Urspr├╝nglich war in diesen Lokomotiven auch eine Einrichtung f├╝r Doppeltraktionen vorhanden, bei der zwei Loks von einem F├╝hrerstand aus bedient werden konnten. Diese Einrichtung wurde aber sp├Ąter entfernt. Daf├╝r kam nachtr├Ąglich eine Sicherheitsfahrschaltung zum Einbau, die das Besetzen der Lokomotiven mit nur einem Mann gestattet.

Die V 36 401 ist die erste Lokomotive der Nachbauserie, die bei der Maschinenfabrik Kiel hergestellt und am 12.3.1950 in Dienst gestellt wurde. Sie ist damit die erste an die am 11.10.1949 neu entstandene Deutsche Bundesbahn ausgelieferte Lokomotive und wurde zuerst beim Bw Frankfurt/M-Griesheim beheimatet und 1960 nach Wiesbaden versetzt. Von dort wechselte sie mehrfach zwischen Hanau und Frankfurt/M, bis sie 1965 wieder f├╝r l├Ąngere Zeit nach Gie├čen kam. Sie wurde im Jahre 1976 nochmals nach Frankfurt/M umstationiert und am 21.11.1978 ausgemustert. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie nach 28 Dienstjahren 1,221 Millionen km zur├╝ckgelegt.

Sie wurde 1982 um die V 36 411 erg├Ąnzt, um beide Loks in Doppeltraktion f├╝r schwerere Z├╝ge verwenden zu k├Ânnen. Im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein fanden sie eine neue Heimat, um hier als Vertreter einer fr├╝h entwickelten dieselhydraulischen Lokomotive den Fortschritt in der Eisenbahntechnik zu demonstrieren.

Technische Daten V 36 401 (in Klammern: V 36 411)

Bauart C dh
H├Âchstgeschwindigkeit 60 km/h Rangiergang 30 km/h
Kuppelraddurchmesser 1100 mm
Dienstgewicht 42 t
L├Ąnge ├╝ber Puffer 9260 mm
Leistung 360 PS
Treibstoffvorrat 700 l
Motor:  
Zylinderanzahl 6
Bohrung 250 mm
max. Drehzahl 600 U/min
Kolbenhub 350 mm
Gewicht 6,45 t
Hersteller MAK Kiel
Baujahr 1950
Fabrik-Nr. 360 010 (360 020)